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DOLORMIN extra Filmtabl.
Hersteller: JOHNSON&JOHNS.GMBH OTC
DOLORMIN extra Filmtabl.
Abbildung kann von der
Originalware abweichen.
8,35 EUR
inkl. 19% MwSt zzgl. Versandkosten



UVP:  13,60 EUR*
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PZN
1094724
Menge:
30 St N2
Darreichungsform:
Filmtabletten
Abgabehinweis:
Apothekenpflichtig
  Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden.

Alle

Anwendungsgebiete

Symptomatische Behandlung von
  • leichten bis mäßig starken Schmerzen (wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen)
  • Fieber.

Hinweise:
Bei Beschwerden, die länger als 4 Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Dosierung

Allgemeine Hinweise:
  • Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.
  • Bei Beschwerden, die länger als 4 Tage anhalten, sollteein Arzt aufgesucht werden.
  • Gastrointestinale Blutungen, Ulzera oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende gastrointestinale Ereignisse in der Anamnese zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf. Das Risiko gastrointestinaler Blutung, Ulzeration oder Perforation ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Perforation, und bei älteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen. Für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das gastrointestinale Risiko erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit protektiven Arzneimitteln (z.B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden.
  • Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
  • Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.


Dosierung:
Das Arzneimittel wird bei Kindern und Jugendlichen in Abhängigkeit von Körpergewicht bzw. Alter dosiert, in der Regel mit 7 bis 10 mg Ibuprofen/kg KG als Einzeldosis, bis maximal 30 mg Ibuprofen/kg KG als Tagesgesamtdosis.
Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis. Es sollte 6 Stunden nicht unterschreiten.

1. Kinder 6-9 Jahre (ca. 20-29 kg):
Einzeldosis: 1/2 Filmtablette (entsprechend 342 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 200 mg Ibuprofen); Tagesgesamtdosis: bis 1,5 Filmtabletten (entsprechend bis 1026 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 600 mg Ibuprofen).

2. Kinder 10-12 Jahre (ca. 30-43 kg):
Einzeldosis: 1/2 Filmtablette (entsprechend 342 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 200 mg Ibuprofen); Tagesgesamtdosis: 1,5-2 Filmtabletten (entsprechend 1026-1368 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 600-800 mg Ibuprofen).

3. Kinder 13-14 Jahre (ca. 44-52 kg):
Einzeldosis: 1/2-1 Filmtablette (entsprechend 342-684 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 200-400 mg Ibuprofen); Tagesgesamtdosis: 1,5 -2,5 Filmtabletten (entsprechend 1026-1710 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 600-1000 mg Ibuprofen).

4. Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene:
Einzeldosis: 1/2-1 Filmtablette (entsprechend 342-684 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 200-400 mg Ibuprofen); Tagesgesamtdosis: 2-3 Filmtabletten (entsprechend 1368-2052 mg Ibuprofen-DL-Lysin bzw. 800-1200 mg Ibuprofen).

5. Besondere Patientengruppen:
5.1. Ältere Patienten:
Es ist keine spezielle Dosisanpassung erforderlich. Bei älteren Patienten kommt es unter NSAR-Therapie jedoch häufiger zu unerwünschten Wirkungen, vor allem zu gastrointestinalen Blutungen und Perforationen, auch mit letalem Ausgang. Daher sollten ältere Menschen besonders sorgfältig überwacht werden.

5.2. Eingeschränkte Nierenfunktion:
Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Einschränkung der Nierenfunktion ist keine Dosisreduktion erforderlich (bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ist die Anwendung kontraindiziert).

5.3. Eingeschränkte Leberfunktion:
Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Einschränkung der Leberfunktion ist keine Dosisreduktion erforderlich (bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung ist die Anwendung kontraindiziert).

Art und Dauer der Anwendung:
  • Die Filmtabletten werden unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit während oder nach einer Mahlzeit eingenommen.
  • Für Patienten, die einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, das Arzneimittel während der Mahlzeiten einzunehmen.

Gegenanzeigen

Das Arzneimittel ist kontraindiziert bei Patienten mit:
  • einer bekannten Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Ibuprofen oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels
  • bekannten Reaktionen von Bronchospasmus, Asthma, Rhinitis oder Urtikaria nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern in der Vergangenheit
  • ungeklärten Blutbildungsstörungen
  • bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen peptischen Ulzera oder Hämorraghien (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulzeration oder Blutung)
  • gastrointestinalen Blutungen oder Perforation in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR)
  • zerebrovaskulären oder anderen aktiven Blutungen
  • schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
  • schwerer Herzinsuffizienz.

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Kindern unter 20 Kg (6 Jahren), da diese Dosisstärke aufgrund des Wirkstoffgehaltes nicht geeignet ist.

Die Anwendung des Arzneimittels in Kombination mit NSAR, einschließlich selektiver Cyclooxigenase-2 Hemmer, sollte vermieden werden, da die gleichzeitige Gabe mehrerer NSAR das Risiko gastrointestinaler Ulzera und Blutungen auf Grund eines synergistischen Effekts erhöhen kann.

Vorsicht ist angeraten, wenn die Patienten gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Ulzera oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale Kortikosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS.

NSAR sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Anamnese (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann.

Vorsicht (Erörterung mit dem Arzt oder Apotheker) ist vor Beginn einer Behandlung von Patienten mit einer Vorgeschichte an Bluthochdruck und oder Herzinsuffizienz geboten, da Flüssigkeitseinlagerung, Bluthochdruck und Ödeme in Verbindung mit NSAR-Therapie berichtet wurden.

In folgenden Fällen sollte Ibuprofen nur nach sorgfältiger Abwägung eingesetzt werden; bei Patienten mit:
  • unkontrolliertem Bluthochdruck
  • Herzinsuffizienz
  • bestehender ischämischer Herzerkrankung
  • peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder zerebrovaskulärer Erkrankung.
Vergleichbare Abwägungen sollten auch vor Initiierung einer längerdauernden Behandlung von Patienten mit Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z.B. Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen) gemacht werden.

Das Arzneimittel sollte nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden bei angeborener Störung des Porphyrinstoffwechsels (z.B. akuter intermittierender Porphyrie).

Sehr selten wurde unter der Anwendung von Ibuprofen die Symptomatik einer aseptischen Meningitis mit Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Bewusstseinstrübung beobachtet. Da Patienten mit Autoimmunerkrankungen wie systemischem Lupus erythematodes (SLE) sowie Mischkollagenosen (mixed connective tissue disease) dafür prädisponiert zu sein scheinen, sollte das Arzneimittel bei dieser Patientengruppe nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden.

Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich:
  • bei Magen-Darm-Störungen oder bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) in der Vorgeschichte
  • bei Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz
  • bei eingeschränkter Nierenfunktion
  • bei Leberfunktionsstörungen
  • direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen
  • bei Patienten, die an Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen leiden, da für sie ein erhöhtes Risiko für das Auftreten allergischer Reaktionen besteht. Diese können sich äußern als Asthmaanfälle (sog. Analgetika-Asthma), Quincke-Ödem oder Urtikaria- bei Patienten, die auf andere Stoffe allergisch reagieren, da für sie bei der Anwendung von Ibuprofen ebenfalls ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen besteht.

Ibuprofen kann vorübergehend die Blutplättchenfunktion (Thrombozytenaggregation) hemmen. Patienten mit Gerinnungsstörungen sollten daher sorgfältig überwacht werden.

In Ausnahmefällen kann es zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen während einer Varizelleninfektion kommen. Bis jetzt konnte die Beteiligung von NSAR an einer Verschlimmerung dieser Infektionen nicht ausgeschlossen werden. Es ist daher empfehlenswert, die Anwendung des Arzneimittels bei Vorliegen einer Varizellen-Infektion zu vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft
  • Die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflussen. Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Frühschwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.
  • Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prä- und postimplantärem Verlust und zu embryo-fetaler Letalität führt. Ferner wurden erhöhte lnzidenzen verschiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten.
  • Während des ersten und zweiten Trimenons der Schwangerschaft sollte Ibuprofen nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist.
  • Es existiert eine gewisse Evidenz dafür, dass Arzneistoffe, die die Cylooxigenase/Prostglandinsynthese hemmen, die weibliche Fertilität über eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen können. Dies ist nach Absetzen der Behandlung reversibel.
  • Falls Ibuprofen von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden oder wenn es während des ersten oder zweiten Trimenons der Schwangerschaft angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.
  • Während es dritten Trimenons der Schwangerschaft können alle Prostaglandinsynthesehemmer
  • - den Fetus folgenden Risiken aussetzen: kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie), Nierenfunktionsstörung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramniose fortschreiten kann
  • - die Mutter und das Kind, am Ende der Schwangerschaft, folgenden Risiken aussetzen: mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozyten-aggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann; Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges.
Daher ist Ibuprofen während des dritten Trimenons der Schwangerschaft kontraindiziert.

Stillzeit
  • Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurzfristiger Anwendung eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein.

Nebenwirkung

Bei den nachfolgenden Angaben handelt es sich um eine Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers.

Unerwünschte Wirkungen,ohne Angabe der Häufigkeit
systemische Anwendung:
  • Beeinträchtigung der weiblichen Fertilität in Folge Beeinträchtigung der Ovulation (bei Absetzen reversibel)
  • Klinische Studien und epidemiologische Daten legen nahe, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere bei einer hohen Dosis (2400 mg täglich) und bei Langzeitbehandlung, möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko von arteriellen thrombotischen Ereignissen (z.B. Herzinfarkt und Schlaganfall) verbunden ist.
höher dosierte, längerfristige systemische Anwendung:
  • arterielle thrombotische Ereignisse (z.B. Schlaganfall, Myokardinfarkt)
  • Hypertonie

Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)
systemische Anwendung:
  • gastrointestinale Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Diarrhoe, Obstipation, geringfügige Magen-Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Anämie verursachen können.

parenterale Anwendung (Frühgeborene):
  • Thrombozytopenie, Neutropenie
  • bronchopulmonale Dysplasie
  • Anstieg des Kreatinins, Abnahme von Natrium im Blut


Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
systemische Anwendung:
  • Zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Reizbarkeit, Erregung, Schlaflosigkeit (geringere Inzidenz bei niedrig dosierter Anwendung)
  • gastrointestinale Ulzera (u.U. mit Blutungen und Durchbruch), ulzerative Stomatitis, Verstärkung einer Colitis und eines Morbus Crohn
rektale Anwendung, zusätzlich:
lokale Reizerscheinungen, blutige Schleimabsonderungen oder schmerzhafte Defäkation
parenterale Anwendung (Frühgeborene):
  • intraventrikuläre Blutungen, periventrikuläre Leukomalazie, pulmonale Blutungen
  • nekrotisierende Enterokolitis, Darm-Perforation
  • Oligurie, Wasser-Retention, Hämaturie

lokale perkutane Anwendung:
  • Hautrötungen, Jucken, Brennen, Hautausschlag (auch mit Pustel-, Quaddelbildung)


Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
systemische Anwendung:
  • Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag und Hautjucken sowie Asthmaanfälle mit und ohne Blutdruckabfall
  • Ödeme (insbesondere bei vorbestehender arterieller Hypertonie oder Niereninsuffizienz)
  • interstitielle Nephritis (ggf. mit akuter) Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom
  • Gastritis
  • bei vorbestehendem Morbus Crohn bzw. Colitis ulcerosa: Verstärkung der bestehenden Erkrankung
  • Sehstörungen
parenterale Anwendung (Frühgeborene):
  • Hypoxämie
  • Magen-Darm-Blutungen
  • akutes Nierenversagen


Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
systemische Anwendung:
  • Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Agranulozytose, Panzytopenie, Thrombozytopenie); erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen
  • Ösophagitis, Pankreatitis
  • Leberfunktionsstörungen, Leberschäden (v.a. bei Langzeittherapie) , Leberversagen, akute Hepatitis
  • Bullöse Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom), Alopezie
  • Nierengewebsschädigungen (Papillennekrosen), erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Blut
  • Symptomatik einer aseptischen Meningitis mit Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Bewusstseinstrübung (Prädisposition evtl. bei vorbestehenden Autoimmunerkrankungen wie SLE, mixed connective tissue disease)
  • Depression, psychotische Reaktionen
  • Tinnitus
  • arterielle Hypertonie, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Palpitationen, Ödeme
  • schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen mit folgenden möglichen Symptomen: Gesichtsödem, Zungenschwellung, innere Kehlkopf-Schwellung mit Einengung der Luftwege, Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Schock
  • In Ausnahmefällen kann es zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen während einer Varizelleninfektion kommen.

orale Anwendung, zusätzlich:
  • Ausbildung von intestinalen, Diaphragma-artigen Strikturen

lokale perkutane Anwendung:
  • bei entsprechender Prädisposition: bronchospastische Reaktionen

systemische Anwendung von nicht-steroidalen Antiphlogistika:
  • Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B. nekrotisierende Fasciitis),(Ende der Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers)

Eigenschaften

Bei den nachfolgenden Angaben handelt es sich um eine Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers.

Stereochemie
Ibuprofen wird als Racemat aus dem linksdrehenden (R)-(-)- und dem rechtsdrehenden (S)-(+)-Isomer verabreicht. In vitro-Untersuchungen zeigen, dass die pharmakologische Aktivität nahezu ausschließlich auf (+)-Ibuprofen zurückgeht. Allerdings konnte zusätzlich nachgewiesen werden, dass das (-)-Isomer im menschlichen Organismus langsam zu etwa 60% in (+)-Ibuprofen umgewandelt wird (wobei keine Rückumwandlung beobachtet wird) und dass die meisten der renal ausgeschiedenen Metaboliten rechtsdrehend sind.

Stoffgruppenspezifische Pharmakologie
Nichtsteroidale Antiphlogistika (Antirheumatika, NSAR) hemmen das mikrosomale, Membran-gebundene Enzym Cyclooxygenase, das in zahlreichen Geweben vorkommt. Dadurch wird die Produktion verschiedener Prostanoide, wie Prostaglandin E2 (PGE2), Prostacyclin (PGI2) und Thromboxan B2 (TXB2) gehemmt. Prostanoide spielen eine wesentliche Rolle als Mediatoren der Entzündungsreaktion und können in geeigneten experimentellen Modellen alle Kardinalsymptome der Entzündung (Calor/Wärme, Rubor/Rötung, Dolor/Schmerz, Tumor/Schwellung) hervorrufen. Mit PGE2 können Hyperämie und Fieber herbei geführt werden, PGE2 und PGI2 bewirken Vasodilatation mit Erythem, Hyperalgesie und Schmerz, sowie eine Permeabilitätssteigerung der Gefäße mit Ödem-Bildung.
Da die antiphlogistische Wirksamkeit der NSAR gut mit der Cyclooxygenase-Hemmung korreliert, wird dies als ihr hauptsächlicher Wirkmechanismus betrachtet.
Die analgetische Wirkung der NSAR ist - wie die Antipyrese - von der Serum-Konzentration abhängig.
Neben der Hemmung der Prostaglandin-Synthese besitzen NSAR eine hemmende Wirkung auf die Chemotaxis und Phagozytose neutrophiler Granulozyten und Monozyten sowie auf die Freisetzung der Leukotriene LTB4 und LTC4. In vitro-Versuche mit Leukozyten-Peroxidase belegen einen neutralisierenden Effekt auf aktiven Sauerstoff (Radikalfänger).
Außer den therapeutisch genutzten analgetischen und antientzündlichen Effekten können ferner eine reversible Hemmung der ADP- sowie der Kollagen-induzierten Thrombozyten-Aggregation und als unerwünschte Begleiteffekte ulzerogene Wirkungen (Reduktion der Konzentration zytoprotektiver Prostaglandine der E-Reihe, Prostacyclin), eine Natrium- und Wasser-Retention und bronchospastische Effekte als Folge der Prostaglandin-Synthese-Hemmung gewertet werden. Als Auslöser der Bronchospasmen wird ein relatives Überwiegen bronchokonstriktorischer Leukotriene gegenüber der reduzierten Prostaglandin-Konzentration angesehen. Leukotriene entstehen ebenfalls aus Arachidonsäure (Lipoxygenase-Reaktion), jedoch ohne Mitwirkung der Cyclooxygenase. Auch die Reduktion der Wehentätigkeit und der Verschluss des Ductus arteriosus Botalli werden zumindest teilweise auf eine Verminderung der endogenen Prostaglandin-Synthese zurückgeführt.
Die Prototypen der NSAR hemmen die beiden Isoenzyme der Cyclooxygenase, COX-1 und COX-2 gleichermaßen.
Die COX-1 bewirkt als konstitutiv exprimiertes Enzym die physiologische Synthese von Prostaglandinen, z. B. im Magen, in Thrombozyten oder in der Niere. Eine Hemmung dieses Enzyms verursacht Nebenwirkungen in den COX-1 exprimierenden Organen. Die COX-2 ist dagegen durch verschiedene Faktoren (z. B. Zytokine) schnell induzierbar und wird bei Entzündungen, Schmerz-Reaktionen und anderen Gewebsschädigungen verstärkt exprimiert. Die antiphlogistische, analgetische und antipyretische Wirkung der NSAR kann daher hauptsächlich durch Hemmung der COX-2 erreicht werden, während zahlreiche unerwünschte Wirkungen der NSAR durch die COX-1-Hemmung erklärbar sind. Pharmaka, die selektiv die COX-2 hemmen, sollten deshalb weniger Nebenwirkungen verursachen.
Neuere Forschungsergebnisse haben allerdings gezeigt, dass auch die COX-2 in einigen Organen wie Rückenmark, Niere und Uterus konstitutiv exprimiert wird. Darüber hinaus wird die COX-2 im Rahmen verschiedener physiologisch bedingter Adaptionsvorgänge vermehrt gebildet.

Substanzspezifische Pharmakologie
Ibuprofen als Hemmstoff der Prostaglandin-Synthese ist ein nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAR) und reduziert entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber.
Die Substanz hemmt reversibel die ADP- und die Kollagen-induzierte Plättchenaggregation und verlängert die Blutungszeit, besitzt aber keinen Einfluss auf die Prothrombinzeit oder die Gerinnungszeit von Vollblut.
Dem Mechanismus, mit dem Ibuprofen an der Schließung des Ductus arteriosus Botalli beteiligt ist, liegt die maßgebliche Rolle von Prostaglandinen beim Persistieren des Ductus arteriosus nach der Geburt zu Grunde. Ibuprofen senkt bei Neugeborenen signifikant die Plasma-Konzentrationen von Prostaglandinen und deren Metaboliten, v.a. PGE2 und 6-Keto-PGF1alpha.
Es existieren Hinweise darauf, dass Ibuprofen in den Pathomechanismus der Alzheimer-Entstehung eingreift, indem es die gamma-Sekretase hemmt. Dieser Multienzymkomplex katalysiert die Bildung des pathogenetisch bedeutsamen Amyloid-Peptids Aβ42 aus dem Amyloid-Precursor-Protein.(Ende der Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers)

Zusammensetzung von DOLORMIN extra Filmtabl.

 683.47 mg 
 400 mg 
 
 
 
 
 
 

(S): Wirkstoff; (SE): entspricht; (H): Hilfsstoff


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Die angegebenen Preise beinhalten die gesetzlich vorgeschriebene Mehrwertsteuer.
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